Inverkehrbringen von Leuchtmitteln
Nach der Verordnung 244/2009 dürfen in der EU ab dem 1. September 2009 nur noch Leuchtmittel erstmals in Verkehr gebracht werden, die den ab diesem Datum geltenden technischen Anforderungen entsprechen. Leuchtmittel, die vor dem 1. September 2009 bereits erstmals in Verkehr gebracht wurden, dürfen auch nach diesem Stichtag noch abverkauft werden.
Erstmaliges Inverkehrbringen meint dabei das erstmalige Bereitstellen, d.h. die Überlassung
eines Produktes nach der Herstellung mit dem Ziel des Vertriebs oder der Verwendung auf dem
Gemeinschaftsmarkt. Hersteller und Importeure dürfen somit ab dem 1. September 2009 Leuchtmittel, die den Anforderungen der Verordnung 244/2009 nicht entsprechen, nicht mehr in den EU-Binnenmarkt einführen.

2. Welche Leuchtmittel sind zulässig?

Bei den Anforderungen wird zwischen klaren und nicht klaren Leuchtmitteln differenziert. Als
nicht klare Leuchtmittel gelten mattierte, opalisierte, satinierte und anders beschichtete Lampen,
deren Wendel nicht von außen sichtbar ist. Diese nicht klaren Leuchtmittel müssen ab dem
1. September 2009 die Energieeffizienzklasse A erfüllen. Das bedeutet, dass ab diesem Stichtag
keine nicht klaren Glühlampen mehr erstmals in Verkehr gebracht werden dürfen. Dieses gilt sowohl für konventionelle Glühlampen als auch für Halogenlampen in 230 V und 12 V. 

Bei den klaren Leuchtmitteln werden die Anforderungen stufenweise eingeführt:
- ab 1. September 2009 an müssen handelsübliche Lampen über 75 Watt die

   Energieeffizienzklasse  C erreichen. In der Verordnung werden die Produktanforderungen mit

   Lumen pro Watt angegeben.
- Nur noch Lampen mit Energylabel A dürfen Energiesparlampen genannt werden.
- matte Glühlampen müssen durch Lampen mit Energylabel A ersetzt werden
- klare Glühlampen ab ca. 100W (950 lm) müssen min. Energylabel C erreichen
- für die übrigen Lampen gilt die Energieeffizienzklasse E.
Damit ist es nicht mehr erlaubt, Glüh- und Halogenlampen der Klassen F und G im Binnenmarkt
in Verkehr zu bringen.
In den folgenden Jahren erfolgt nach und nach eine Ausweitung auf alle von der Verordnung erfassten klaren Lampen.
2010 klare Glühlampen  ab ca. 75W (725 lm) müssen min. Energylabel C erreichen
        für die übrigen Lampen gilt die Energieeffizienzklasse E
2011 klare Glühlampen  ab ca. 60W (450 lm) müssen min. Energylabel C erreichen
        für die übrigen Lampen gilt die Energieeffizienzklasse E
2012 klare Glühlampen  ab ca. 10W (60 lm) müssen min. Energylabel C erreichen
        für die übrigen Lampen gilt die Energieeffizienzklasse E.
2013 Glühlampen mit Sockel S14, S15 und S19 und Niedervolt-Lampen müssen

        min. Energylabel C erreichen
2016 Glühlampen ab 60 lm müssen min. Energylabel B erreichen
        Lampen mit G9 bzw. R7s-Sockel weiterhin min. Energylabel C
Ab 2016 wird dann in der Regel nur noch die Klasse B zugelassen, ausnahmsweise gilt für die
Fassungen R7s und G9 die Energieeffizienzklasse C.
Ausnahmen
Die Effizienzanforderungen der Verordnung 244/2009 gelten für Lampen, die zur Verwendung
im Haushalt bestimmt sind. Ausgenommen sind Lampen, die etwa in Kühlschränken, Öfen,
Nähmaschinen und anderen Anwendungen zum Einsatz kommen. Verpackungen und
Produktinformationen zu diesen Speziallampen müssen ab 1. September 2009 den vorgesehenen Verwendungszweck und den Hinweis, dass die Lampe zur Raumbeleuchtung im Haushalt nicht geeignet ist, angeben. Ausgenommen sind ferner Lampen mit einem Lichtstrom unter 60 Lumen, Leuchtstofflampen ohne eingebautes Vorschaltgerät und bis 31. August 2013
Linienlampen (Glühlampen mit Sockeln S 14, S 15 und S 19).
Gesonderte Regelungen
Reflektorlampen aller Techniken werden in einer eigenen Verordnung behandelt und sind nicht Bestandteil der Verordnung 244/2009. Mit Produktanforderungen ist ab Anfang 2010 zu rechnen.

 

Weitergehende Infos zur EU-Verordnung finden sie hier auf den Webseiten des
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.

 

Die neue Generation alternativer Glühlampen finden Sie hier